Acusación contra el "Königreich Deutschland": proceso | noticias360
La Fiscalía Federal acusa a cuatro exlíderes del "Reichsbürger"-grupo "Königreich Deutschland"
Düsseldorf, 22 de julio de 2026
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Summary
Die Bundesanwaltschaft hat vier frühere Anführer der inzwischen verbotenen Reichsbürger-Gruppierung „Königreich Deutschland" wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung angeklagt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun über die Zulassung der Anklage und einen Termin für den Prozess entscheiden.
Düsseldorf, 22 de julio de 2026
Die Bundesanwaltschaft hat vier mutmaßliche Anführer der seit Mai 2025 verbotenen Reichsbürger-Gruppierung „Königreich Deutschland" (KRD) angeklagt, darunter den Gründer Peter Fitzek.
Gegen vier mutmaßliche Anführer der verbotenen Reichsbürger-Gruppe „Königreich Deutschland" (KRD) ist in Düsseldorf Anklage von der Bundesanwaltschaft erhoben worden. Mitangeklagt ist der Gründer des selbsternannten „Königreichs Deutschland", Peter Fitzek. Zu den Mitbeschuldigten zählen seine zwei mutmaßlichen Stellvertreter und ein Mann, der für die Finanzen zuständig gewesen sein soll, Mathias B., der seit 2018 für die Finanzen des Ganzen zuständig gewesen sein soll. Die vier Beschuldigten sitzen seit ihrer Festnahme am Tag des Verbots in Untersuchungshaft.
Der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf muss nun entscheiden, ob er die Anklage zulässt und wann es zum Prozess kommt. Wirft ihnen vor, sich als Rädelsführer in einer kriminellen Vereinigung mitgliedschaftlich betätigt zu haben. Dem Gründer Peter Fitzek werden zudem unter anderem der Betrieb eines unerlaubten Versicherungsgeschäfts und zahlreiche Fälle von Steuerhinterziehung zur Last gelegt.
Trasfondo: la estructura del "Königreich"
Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz wurde das KRD 2012 in Wittenberg in Sachsen-Anhalt gegründet. Der Verein sah sich demnach als eigener Staat mit einer eigenen Verfassung, Währung und Ausweisdokumenten und war von einem Personenkult um seinen „obersten Souverän" Peter Fitzek geprägt. Als „oberster Souverän" hatte der gelernte Koch Fitzek laut Bundesanwaltschaft „die Kontrolle und Entscheidungsgewalt in allen wesentlichen Bereichen" und bestimmte so etwa die ideologische Ausrichtung. Ziel sei es gewesen, „die gültige Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland außer Kraft zu setzen und durch ein eigenes System zu ersetzen".
Sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Sie lehnen demokratische und rechtsstaatliche Strukturen wie Parlament, Gesetze oder Gerichte ab. Entsprechend der Ideologie der sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter habe die Vereinigung für den Systemausstieg aus der Bundesrepublik Deutschland und den Anschluss an das „Königreich Deutschland" geworben.
Finanzas: diez millones de euros y una moneda propia
Zwischen 2020 und 2025 habe die Vereinigung laut Bundesanwaltschaft Gelder in Höhe von rund zehn Millionen Euro eingenommen. Das „Königreich" finanzierte sich nach Angaben der Behörden vor allem über verbotene Bank- und Einlagengeschäfte sowie über Spenden, Geschenke und Einnahmen von Seminaren. Das KRD habe dazu ein eigenes Bank- und Versicherungssystem mit Filialen in Dresden, Ulm, Menden und Wittenberg geschaffen und für den Umtausch von Euro in seine eigene Währung geworben. Eine „E-Mark" (für digitale Zahlungen) oder „Neue Deutsche Mark" (für Barzahlungen) entsprach demnach 1,10 Euro. „Anhänger des KRD riskierten dabei große finanzielle Schäden, da das KRD nach eigenen Angaben keinen Rückzahlungsanspruch und keine Möglichkeit zum Rücktausch der „E-Mark" einräumte", schreibt das Bundesamt für Verfassungsschutz auf seiner Internetseite. „Trotzdem erhielt das KRD von seinen Anhängern immer wieder beträchtliche Großspenden in bis zu fünfstelliger Höhe und Vermögenswerte".
Unternehmen seien mit dem Versprechen angeworben worden, ihre Waren und Dienstleistungen steuer- und abgabenfrei vertreiben zu können. Auf Umsätze der KRD-eigenen Betriebe wurden demnach keine Steuern gezahlt, für die Mitarbeiter wurden weder Lohnsteuern noch Sozialversicherungsbeiträge abgegeben. „Auf Umsätze von vereinungseigenen Betrieben wurden keine Steuern gezahlt", so die Bundesanwaltschaft. Das habe insgesamt zu einer Hinterziehung von zwei Millionen Euro geführt. So seien mehr als zwei Millionen Euro hinterzogen worden. „Die Vereinigung finanzierte sich durch unerlaubte Bank- und Versicherungsgeschäfte sowie über Spenden, Geschenke und kostenpflichtige Seminare", heißt es in der Anklageschrift.
Impuestos e inmuebles: ampliación del "territorio estatal"
„Zudem warb das KRD Unternehmen mit dem Versprechen an, Waren und Dienstleistungen steuer- und abgabenfrei vertreiben zu können. Eine große Bedeutung spielte demnach auch der Erwerb von Immobilien und Grundstücken, durch die das „Staatsgebiet" des „Königreichs" ausgeweitet werden sollte. Die Liegenschaften seien zu Wohn- und Siedlungszwecken sowie für geschäftliche Aktivitäten wie zum Beispiel „Systemausstiegsseminare" genutzt worden. Im Jahr 2022 soll das KRD mehrere Immobilien in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen erworben haben. Verwendet wurde das Geld wohl auch zum Erwerb von Immobilien und Grundstücken, durch die das „Staatsgebiet" erweitert werden sollte – 2022 etwa in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen.
Bis zur Bildung eines in der KRD-„Verfassung" vorgesehenen „Staatsrates" und zur Wahl eines ersten Königs sollte der in Halle (Saale) geborene Gründer Fitzek treuhänderisch alle Aufgaben übernehmen. Der Angeklagte Peter Fitzek hat nach NDR Informationen in Hasbergen (Landkreis Osnabrück) seit 2022 Spaziergänge angeboten, um Menschen für das „Königreich Deutschland" zu gewinnen, auch Kinder sollen bei diesen Wanderungen dabei gewesen sein.
Reclutamiento: paseos, seminarios y eventos
„Königreich Deutschland"-Verbot 2025: Razzien in den Landkreisen Göttingen, Osnabrück und Stade Die Reichsbürgergruppe war in Niedersachsen auch in Bad Lauterberg (Landkreis Göttingen) aktiv. Dort hatte das „Königreich Deutschland" ein leerstehendes Kurhotel am Wiesenbeker Teich im Harz erworben und wollte einen Kiosk betreiben. Das hatte der Landkreis Göttingen jedoch wegen fehlender Baugenehmigungen 2023 verboten. Im Juni 2022 soll im Kloster Malgarten in Bramsche eine Veranstaltung des „Königreichs Deutschland" stattgefunden haben.
Am 13. Mai 2025 hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) die zu der Zeit größte Gruppierung sogenannter Reichsbürger und Selbstverwalter verboten. Am selben Tag ließ die Bundesanwaltschaft bundesweit Gebäude durchsuchen und die vier mutmaßlichen Rädelsführer in Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg festnehmen. Dabei war auch ein Mann aus dem Landkreis Oder-Spree in Grünheide festgenommen worden.
Prohibición y detenciones en mayo de 2025
Nach eigenen Angaben hatte das KRD damals 6.000 Anhänger, die Sicherheitsbehörden gingen allerdings eher von 1.000 Anhängern aus. Der Szene gehörten im Jahr 2025 demnach etwa 26.000 Personen an. Der Verfassungsschutz geht von rund 30 solcher länderübergreifend aktiven Gruppen aus. Das „Königreich Deutschland" war lange Zeit die größte Gruppe der sogenannten Reichsbürger in Deutschland und ist seit Mai 2025 verboten.
Jetzt hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen vier mutmaßliche Köpfe erhoben - darunter auch der sogenannte „oberste Souverän" Peter Fitzek. Vier mutmaßliche Mitglieder der verbotenen Reichsbürgergruppe „Königreich Deutschland" sind von der Bundesanwaltschaft angeklagt worden.
Perspectiva: juicio ante el OLG de Düsseldorf
Zehn Millionen Euro größtenteils illegale Einnahmen. Aufkauf von „Staatsgebiet" in Deutschland Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen vier mutmaßliche Köpfe des verb